Da war dieser Schmerz, und er war nun schon seit Wochen ein ständiger Begleiter.

„Ein bis zwei Wochen wird das weh tun“, hatte der Arzt vor der Operation prophezeit, „dann klingt das ab.“

Aber nun war sie schon seit fünf Wochen an ihre Wohnung gefesselt. Sie hatte brav alles gemacht, was man machen muss, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Sie hatte den operierten Fuß hoch gelagert, einen Kompressionsstrumpf getragen und war so wenig wie möglich durch ihre Wohnung gehumpelt. Und dennoch war es nicht besser geworden. Sie hatte sich schon damit abgefunden, als sie eines Morgens unverhofft ohne das Pochen aufgewacht war. Unverzüglich hatte sie ihre Freundinnen angerufen.

„Kneipentour und Clubbesuch sind noch nicht drin“, hatte sie gesagt, und so hatten sie beschlossen bei einer ihrer Freundinnen einen Spielabend zu organisieren. Und so stand sie nun also endlich wieder in BH und Unterhose vor dem Spiegel und wusste nicht, was sie anziehen sollte. Sie war schon geschminkt, die Haare waren schon gebürstet. Sie musste sich nur noch entscheiden, was sie tragen würde.

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