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Integration heißt Bewegung beider Seiten aufeinander zu

Die Abschlussveranstaltung zum durch die Brost-Stiftung geförderten Forschungsprojekt „Wieviel Islam gehört zu Deutschland?“ fokussierte die Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik auf die aktuelle politische Debatte. Diskutiert haben am 7. Dezember 2017

- Dr. Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW

- Prof. Dr. Heribert Prantl, Leiter des Ressorts für Innenpolitik und Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung.

Stefan Weigel, stellvertretender Chefredakteur der Rheinischen Post, moderierte den lebhaften Austausch, den die BAPP in dem zum Download bereitgestellten Papier zusammenfasste.

Prof. Bodo Hombach eröffnete als Präsident der Bonner Akademie die Veranstaltung. Seine Rede steht ebenfalls zum Download bereit.

Integrationsleistung wird nicht mit dem Besuch im türkischen Restaurant erbracht

Für Prof. Dr. Heribert Prantl gehe es nicht darum, wieviel Islam zu Deutschland gehöre, sondern welcher. Er führte in seiner Rede aus, dass jeder glauben könne, was er wolle, solange er damit keinem anderen schade. Das sei durch die Religionsfreiheit in unserem Land abgedeckt. Doch dort, wo Grundrechte missachtet würden, ende auch die Religionsfreiheit. Weder radikaler Islamismus, noch radikale Islamfeindlichkeit gehörten zu unserem Land. Im Einwanderungsland Deutschland gehe es darum, Heterogenität als Normalität nicht nur zu ertragen, sondern zu akzeptieren und zu respektieren, gleichermaßen den Neubürgern aber auch Rechte zu gewähren. Denn Integration könne nur so genannt werden, wenn beide Seiten sich bewegen: die Integrationsleistung der „Altbürger“ sei nicht durch den Besuch im türkischen Restaurant erbracht.

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